Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit einer Parker-P1060-Pumpe an einem Sandvik TH545 nach Einsatz unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen

Während des Einsatzes eines Sandvik TH545 unter Bedingungen mit hoher Staubbelastung und erhöhten Umgebungstemperaturen wurde eine Verringerung der Leistungsfähigkeit des Hydrauliksystems festgestellt. Die Diagnose zeigte ein instabiles Betriebsverhalten der Tandempumpe Parker P1060AP (Sandvik BG00275945), welche die Kühl- und Bremshydraulik versorgt. Zur Ermittlung der Ursachen wurde eine umfassende technische Untersuchung des Aggregats und des Hydrauliköls durchgeführt.

BEWERTUNG DER BETRIEBSBEDINGUNGEN

Der Sandvik TH545 wurde unter intensiven Bergbaubedingungen eingesetzt, die durch hohe Konzentrationen feiner Staubpartikel, erhebliche Temperaturschwankungen und dauerhafte Belastung gekennzeichnet waren. Während des Betriebs meldeten die Bediener längere Reaktionszeiten der Hydrauliksysteme sowie eine schrittweise Verringerung der Kühlleistung. Die Auswertung der Überwachungsdaten zeigte Druckschwankungen in den von der Parker-P1060AP-Pumpe versorgten Hydraulikkreisen. Eine zusätzliche Analyse der Ölproben ergab einen erhöhten Anteil abrasiver Feststoffpartikel, die auf eine fortschreitende Verunreinigung des Systems hindeuteten.

TECHNISCHE UNTERSUCHUNG DES PUMPENAGGREGATS

Nach dem Ausbau der Parker-P1060AP-Pumpe wurde eine vollständige technische Inspektion durchgeführt. An den Steuerplatten, dem Zylinderblock und der Kolbengruppe wurden deutliche Verschleißspuren festgestellt. Präzisionsmessungen zeigten eine Vergrößerung der betriebsrelevanten Spaltmaße gegenüber den ursprünglichen Herstellerspezifikationen. Die stärksten Verschleißerscheinungen wurden an den hochbelasteten Komponenten festgestellt. Zusätzlich wurden Filterelemente und Hydraulikleitungen untersucht, um die Ursachen der Verunreinigung zu identifizieren.

INSTANDSETZUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wurden die verschlissenen Bauteile des Pumpenaggregats ersetzt und das Hydrauliksystem gründlich gereinigt. Besonderes Augenmerk lag auf der Wiederherstellung der funktionalen Oberflächen und der Einhaltung der Parker-Hannifin-Spezifikationen. Nach der Montage wurde die Pumpe auf einem Prüfstand getestet. Dabei wurden Druck, Förderstrom und Betriebsstabilität über den gesamten Arbeitsbereich überprüft. Zusätzlich erfolgte ein Wechsel der Hydraulikflüssigkeit und der Filterelemente, um eine erneute Kontamination zu verhindern.

WIEDERINBETRIEBNAHME UND FUNKTIONSNACHWEIS

Nach dem Einbau des Pumpenaggregats in das Fahrzeug wurden umfangreiche Funktionstests unter praxisnahen Bedingungen durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigten eine stabile Druckversorgung der Hydraulikkreise sowie die ordnungsgemäße Funktion des Kühlsystems. Auch die Bremsanlage erfüllte nach Abschluss der Arbeiten sämtliche Betriebsanforderungen. Nach erfolgreicher Prüfung wurde das Fahrzeug ohne konstruktive Änderungen am Hydrauliksystem wieder in den regulären Betrieb überführt.

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