Kawasaki K3V Hydraulikpumpe: Analyse von Ermüdungsschäden an Axialkolben-Schuhen und Verschleiß des Zylinderblocks

Technische Untersuchung von Ermüdungsschäden an Axialkolben-Schuhen und Verschleiß des Zylinderblocks einer Kawasaki K3V Hydraulikpumpe unter zyklischer Hochdruckbelastung.

Vorfallsmetadaten und Klassifizierung

Systemkategorie: Hydraulik Fehlerschwere: Kritisch Wartungsart: Korrektive Wartung Fehlerfortschritt: Allmählich Klassifikationsgesellschaft: DNV

Betriebssymptome und Verifikation

Das Aggregat erreichte ungefähr 1.200 Betriebsstunden. Instabile Druckschwankungen von über 300 bar wurden zusammen mit erhöhten Hydrauliköltemperaturen festgestellt. Die Ölanalyse zeigte erhöhte Konzentrationen metallischer Partikel sowie eine Verschlechterung der Viskositätseigenschaften.

Verschleißmechanismus und Ursachenanalyse

Die Inspektion zeigte Oberflächenabplatzungen an den Axialkolben-Schuhen, lokale Riefenbildung an der Zylinderblockoberfläche sowie Anzeichen einer instabilen hydrodynamischen Ölfilmschicht im Kontaktbereich mit der Schrägscheibe.

Technische Instandsetzung und Wiederherstellung

Es wurde eine vollständige Demontage der Rotationsgruppe durchgeführt, gefolgt von einem Präzisionsschleifen des Zylinderblocks zur Wiederherstellung der Fertigungstoleranzen. Verschlissene Kolbenschuhe und Axialkolben wurden durch OEM-Komponenten ersetzt. Abschließende Prüfstandstests unter Nenndruck bestätigten die Wiederherstellung der Betriebsintegrität.

Prävention

Empfohlen werden die kontinuierliche Überwachung von Druckschwankungen, die Kontrolle der Hydraulikölreinheit gemäß ISO 4406 sowie die Einhaltung der Kawasaki-Belastungsvorgaben.

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